Vier Fächer, vier unterschiedliche Bereiche und eine Front, die das Möbel immer wieder verändert. Per hat für sein Gesellenstück verschiedene Eindrücke miteinander verbunden, etwas Eigenes geschaffen und die Jury begeistert: Diese hat Per für sein Gesellenstück mit der Ehrenurkunde ausgezeichent.
Schauen wir uns Pers Inspirationsquellen genauer an: Die Lamellenfront hat er in einem Designgeschäft in Zürich gesehen, eine Vitrine aus Stein bei der Ausstellung „Die Gute Form“ in Hannover, und die Idee für die gezinkte Verbindung aus unterschiedlichen Materialien stammt von seinem Lehrer.
Pers Sideboard besteht aus vier gestalterisch unterschiedlichen „Welten“. Jedes der vier Fächer ist anders gestaltet: Corian in Steinoptik trifft auf Eiche, offene Bereiche auf geschlossene Flächen. Drei verschiebbare Lamellenfronten bewegen sich vor dem Möbel. Damit lassen sich einzelne Fächer teilweise oder ganz verdecken. Je nachdem, wie die Türen stehen, entsteht ein anderes Bild.
Auch konstruktiv hatte Per einiges vor. Besonders die Schubkästen mit ihrer Zinkung aus Holz und Corian verlangten Präzision. Bevor es an das eigentliche Gesellenstück ging, fertigte er deshalb ein Modell, um Fräsungen, Maße und Materialstärken vorab prüfen zu können.
„Das Modell hat sich ausgezahlt“, sagt Per. „Fräsen und Dübeln haben dadurch richtig gut funktioniert.“
Nicht jeder Arbeitsschritt lief so schnell wie geplant. Vor allem die Oberfläche, die Schubkästen und die lackierte Abdeckplatte brauchten Zeit. Ein zuvor gemeinsam mit einem Gesellen ausgearbeiteter Ablaufplan half dabei, den Überblick zu behalten.
Pers Gesellenstück verbindet vier Welten in einem Möbel, das mit seiner Front immer wieder neue Ansichten schafft.

